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Ähnlich wie der Baum die obere und untere Etage optisch miteinander verbindet, ist auch die kanzelartige Galerie zwischen den beiden Kaminen ein wichtiges Element. Sie ragt wie eine spitze Skulptur mit abgestumpften Ecken in den Wohnraum zwischen Lagerfeuer und Kachelofen hinein und steht den Bewohnern als Balkon und Aussichtsplattform zur Verfügung. Die gesamte Galerie ist ein vielgenutzter Wohnbereich, denn hier befinden sich, neben den zwei Kinderzimmern und einem besonderen Kinderbad, ein Arbeitsplatz, der Fernsehapparat und vor allem eine Spielecke der Kinder. Da der Bebauungsplan nur einen sehr niedrigen Kniestock von 35 Zentimetern erlaubte, sind die einzelnen Ebenen der oberen Etage zueinander versetzt. Auf der Kanzel steht eine Le-Corbusier-Liege, die zum Verweilen einlädt. Daß dieser Platz eine besondere Bedeutung hat, wird durch die zwei darüber angeordneten Atelierfenster noch unterstrichen. |
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. Januar 2008 )
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Als nächstes wählte der Architekt einen zentralen Punkt im Garten, um den er den Baukörper gruppierte. Diese Idee basiert auf der Bauphilosophie des Planers, nach der jedes Haus eine besondere Mitte haben muß. Direkte Vorbilder hat Ralph Müller dafür nicht, allerdings sind gerade in südeuropäischen Ländern vergleichbare Hausformen zu finden. Das Atrium in Italien oder der Patio in Spanien sind einladende Innenhöfe, die begehrte Aufenthaltsorte für die ganze Familie darstellen. Wie man es nimmt, sind diese Räume halboffen oder zur Hälfte geschlossen, so daß sie weder dem Innen- noch Außenbereich völlig angehören, doch auf diese Weise beide Bereiche miteinander verbinden. |
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Bauen ist eine Kunst. Und so ist es kaum verwunderlich, daß die Baumeister quer durch die Jahrhunderte hindurch versuchten, ihren Werken jeweils eine besondere Bedeutung zu verleihen. Der tiefere Sinn der Formen ist gefragt. Daß die Suche nach dem Wesentlichen bis heute keinesfalls in Vergessenheit geraten ist und natürlich auch für den privaten Bauherren interessant sein kann, beweist der Architekt Ralph Müller aus Darmstadt. Allerdings entwarf er kein monumentales Bauwerk, um sich einen Platz in der Baugeschichte zu sichern, sondern ein schlichtes Einfamilienhaus. Ein bemerkenswertes. Über die reinen Wohnbedürfnisse des Bauherrn hinaus versuchte er, die natürlichen Elemente Feuer, Wasser und Licht wieder ins Haus zu integrieren. Auf diese Weise füllt er schon die nackte Gebäudehülle mit Leben. Ergebnis: Das Eigenheim ist ein kommunikativer Ort mit viel Atmosphäre, interessanten Details und spannenden Sichtbeziehungen. |
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. Januar 2008 )
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